Tarifnachrichten Nr. 1 M+E-TARIFRUNDE STARTET

ES WIRD EINE HARTE AUSEINANDERSETZUNG WERDEN!

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9. September 2026 9. September 2026


Die Tarifrunde findet in einer Zeit großer wirtschaftlicher Unsicherheit statt. Gleichzeitig nutzen Arbeitgeberverbände die Situation für Angriffe auf zentrale gewerkschaftliche Errungenschaften. Die Beschäftigten werden gleich von zwei Seiten massiv unter Druck gesetzt: Einerseits durch die öffentlichen Angriffe der Arbeitgeber auf die 35-Stundenwoche und die Mitbestimmung. Andererseits durch massive Angriffe von Seiten der Politik, die behauptet, die Beschäftigten seien zu teuer und zu bequem.

Beides sind deutliche Anzeichen für eine harte Tarifauseinandersetzung in der Metall- und Elektroindustrie.  Dabei sind es nicht die Beschäftigten, die Fehlentscheidungen über Investitionen und Geschäftsstrategien zu verantworten haben. Im Gegenteil: Viele Kolleginnen und Kollegen sowie Betriebsräte haben frühzeitig vor Fehlentwicklungen gewarnt.

„Beschäftigte leisten jeden Tag ihren Beitrag und sind dazu weiterhin bereit. Aber ganz sicher nicht zum Nulltarif!“

Die Metallerinnen und Metaller haben hart gearbeitet und die Transformation in vielen Betrieben möglich gemacht. Die Arbeitgeber setzen hingegen auf Personalabbau, Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich und eine schamlos hohe Rendite. Vor dem Hintergrund einer angespannten wirtschaftlichen Situation debattieren die Metallerinnen und Metaller seit Juni über ein mögliches Forderungspaket in den Betrieben. Zusätzlich hatte die IG Metall bis Ende August eine Befragung über mögliche Forderungselemente durchgeführt, an der sich knapp 40.000 Beschäftigte beteiligten. Klar ist: Die wirtschaftliche Situation ist sehr unterschiedlich. Entsprechend sind die Erwartungen der Beschäftigten. Denn längst nicht allen Betrieben geht es schlecht. Die IG Metall wird es keinesfalls hinnehmen, dass die Herausforderungen als Vorwand genutzt werden, um tarifliche Standards auszuhöhlen. Eine Nullrunde wird es mit uns nicht geben!

Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall Mitte und Verhandlungsführer: „Die schwierigen Bedingungen erfordern Innovationen, Investitionen sowie Zukunftsperspektiven und Engagement. Die Beschäftigten leisten dafür jeden Tag ihren Beitrag und sind dazu auch weiterhin bereit. Aber ganz sicher nicht zum Nulltarif! Das haben am 8. September die 209 Tarifkommissionsmitglieder für die Metall- und Elektroindustrie unmissverständlich zum Ausdruck gebracht“

So geht’s weiter: Die Tarifkommissionen für die 388.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Mitte haben am 8. September in Frankfurt erneut über die Forderung beraten. Am 22. September werden die Tarifkommissionsmitglieder die Forderung beschließen. Der IG Metall Vorstand beschließt am 23. September abschließend. Die Verhandlungen mit den Arbeitgebern der Mittelgruppe und Thüringen starten schließlich im Oktober. Ab dem 1. November sind Warnstreiks möglich. Wenn es sein muss, werden wir die Arbeit sofort niederlegen und lautstark vor die Werkstore ziehen.


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