Tarifnachrichten Nr.2 M+E-Tarifkommission beschließt Forderung 5 Prozent mehr Geld für 12 Monate

Gespräche über tarifliche Gewinnbeteiligung, soziale Komponente und Beschäftigungssicherung

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23. September 2026 23. September 2026


Die Tarifkommissionen für die rund 388.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie haben die Forderung mehrheitlich für die anstehende Tarifbewegung beschlossen. Die IG Metall geht mit einer Forderung nach 5 Prozent mehr Geld für 12 Monate in die Verhandlungen mit den Arbeitgebern der Mittelgruppe (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) und den Arbeitgebern in Thüringen in die Verhandlungen. Das haben die 209 Tarifkommissionsmitglieder der IG Metall Mitte am 22. September beschlossen.

Des Weiteren soll über eine tarifliche Gewinnbeteiligung für Beschäftigte und Auszubildende in Betrieben mit einer guten wirtschaftlichen Lage sowie eine soziale Komponente zur Besserstellung unterer Entgeltgruppen gesprochen werden. Die IG Metall Mitte wird mit den Arbeitgebern in den vier Bundesländern des IG Metall Bezirks Mitte auch über die Absicherung von Arbeitsplätzen und Standorten sprechen.

Wirtschaftliche Lage verbessert sich langsam

Nach der Rezession 2023 und der Stagnation der vergangenen beiden Jahre, erwarten Wirtschaftsinstitute für dieses Jahr wieder ein Wachstum von 1,2 Prozent. Die staatlichen Investitionen beginnen langsam zu greifen. Getragen wird dieses Wachstum auch von anziehenden Exporten in die europäischen Nachbarstaaten. Das spiegelt sich auch in den Ergebnissen der Betriebsrätebefragung wider. Etwa die Hälft e der Betriebe in Mitte geht von einer sehr guten oder guten Entwicklung in den nächsten sechs Monaten aus. Das gilt für fast alle Branchen, auch wenn das Ausgangsniveau sehr unterschiedlich ist.

Was es jetzt braucht, sind Impulse für Unternehmensinvestitionen und eine Stärkung des privaten Konsums.

Die Beschä­ftigten benötigen mehr Geld, um die gestiegenen Kosten auszugleichen und ihre Kaufkraft­ zu verbessern

Der Tarifforderung war in den vergangenen Wochen eine intensive Debatte in den Betrieben vorausgegangen. Allein an der Beschäftigtenbefragung hatten sich im Bezirk knapp 40.000 Beschäftigte beteiligt und sich für eine Entgelterhöhung ausgesprochen. Hinzu kommt, dass die Arbeitskosten in Deutschland seit Ende der 90iger Jahre nahezu konstant geblieben sind. Sie liegen bei 16,9 Prozent.

So geht’s weiter: Am 23. September hat der IG Metall-Vorstand die Forderung abschließend für alle Tarifgebiete beschlossen. Die erste Verhandlung mit den Arbeitgebern der Mittelgruppe findet am 9. Oktober in Frankfurt statt. Am 12. Oktober verhandelt die IG Metall mit den Arbeitgebern Thüringens in Erfurt. Ab 1. November sind Warnstreiks möglich.



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