Tarifnachrichten Nr. 4 ANGEBOT DER ARBEITGEBER RESPEKTLOS: MICKRIG UND OHNE ZUKUNFTSAUSSICHTEN

In der zweiten Tarifverhandlung für die 388.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen haben die Arbeitgeberverbände faktisch eine „Minusrunde“ vorgeschlagen.

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29. Oktober 2026 29. Oktober 2026


Die IG Metall Mitte hat das Angebot gegenüber der Mittelgruppe und den Arbeitgebern Thüringen als Unverschämtheit gegenüber den Beschäftigten zurückgewiesen. „Mit diesem mickrigen Angebot wird der Aufschwung abgewürgt, weil es keinerlei Kaufkrafteffekte bietet. Innovationen und Investitionen für

Standorte und Beschäftigung fehlen völlig. Aber über Krankenstände wollen die Nicht-Mediziner sprechen. Eine Respektlosigkeit, die die Leute vor die Werkstore treiben wird,“ so Jörg Köhlinger, Verhandlungsführer und Bezirksleiter der IG Metall.

Arbeitgeberangebot ist viel zu niedrig, Entgelterhöhung kommt viel zu spät und Laufzeit viel zu lang!

Die Arbeitgeberverbände bieten erst ab Juli 2028 eine tabellenwirksame Entgelterhöhung von mickrigen 1,3 Prozent an. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 26 Monate umfassen. Im Juli 2027 soll es lediglich eine Einmalzahlung in Höhe von einem Prozent des durchschnittlichen Jahresbruttos geben. Diese soll in Betrieben automatisch entfallen, die eine nicht näher benannte Gewinnschwelle verfehlen. Das Unternehmerische Risiko sollen also die Beschäftigten tragen. Außerdem wollen die Arbeitgeber das Volumen der automatischen Differenzierung nach unten ausweiten und mit der IG Metall über die Senkung von Krankheitskosten sprechen.

Das Minusangebot Bedeutet Warnstreiks!

Vor den beiden Verhandlungen in Hanau und Eisenach demonstrierten insgesamt rund 420 Metallerinnen und Metaller für ihre Forderungen. Die Friedenspflicht endet mit dem 31. Oktober, danach beginnen die Warnstreiks.



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